18.01.2012 -schafft es die Zweite in die Kreisklasse?
Interview mit Thomas Schröder in Anpfiff.info
Bären vorsichtig optimistisch
„Chancen liegen bei 25%“
von Hans-Jürgen Wunder
Im Rückblick ärgert sich Thomas Schröder eigentlich nur über zwei Partien in der Vorrunde. Doch auch wenn seine Bindlacher Reserve in den letzten Spielen noch einmal ein wahres Feuerwerk abbrannte, ist für ihn das Meisterschaftsrennen völlig offen.
Der Bindlacher Trainer der Reserve, Thomas Schröder, ist nicht unzufrieden mit der Vorrunde seiner Truppe.
anpfiff.info
Vielleicht haben sich die Bären etwas geärgert, als Ende November die Winterpause eingeläutet wurde. Mit einem 6:1 gegen Hummeltal und dem 11:1 gegen Heinersreuth sowie dem 10:1 gegen Weidenberg schloss die Kreisligareserve das alte Jahr mit Kantersiegen ab. Trotzdem konnten sich die Schröder – Schützlinge an der Tabellenspitze nicht absetzen, was wohl auch an zwei unerwarteten Punktverlusten lag.
Etwas zu sicher?
Während beim 4:4 beim Sportring sicher auch ein Schuss Lässigkeit mit im Spiel gewesen sein dürfte, der dann auf dem Platz nur schwer zu korrigieren ist, denken die Bindlacher nur ungern an die Partie in Kirchenpingarten zurück. Nicht nur, dass die Partie mit X:0 für die Einheimischen gewertet wurde, als die Bären nach mehreren Platzverweisen nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehrten. Mit Benno Gräf, der eigentlich nur ausgeholfen hatte, wurde auch der Spielführer der Kreisligaelf des Feldes verwiesen, nachdem er einem Rotsünder des Gegners beim Verlassen des Spielfeldes unfreundliche Worte hinterher geschickt hatte. Zwar wurde Gräf für diese lässliche Sünde nur mit der Mindeststrafe von einem Spiel Sperre bedacht. Nachdem das Urteil wegen der zahlreichen Sportgerichtsfälle zu dieser Zeit erst am 21.10. veröffentlicht und noch eine Partie der Ersten unter der Woche ausgetragen wurde, fehlte er dem Kreisligateam letztlich für zwei Spiele. So etwas kann dann natürlich auch die Atmosphäre der Mannschaften innerhalb eines Vereins negativ beeinträchtigen. Doch Benno Gräf gelang nach seiner Sperre gleich der Goldene Treffer in Presseck und auch die Bindlacher Zweite zeigte sich davon unbeeindruckt und fertigte danach die Donndorfer Reserve mit 5:1 ab.
Starke Stürmer
Große Verantwortung im Spiel der Bären liegt besonders bei den Scharfschützen Markus Schoberth und Ronny Hofmann. Beide haben schon über 20 Treffer erzielt, wobei Schoberth seinen Platz im Kasten der Kreisligatruppe freiwillig geräumt hat, um in der Reserve auf Torjagd zu gehen. Allerdings ist sich der Bindlacher Trainer auch des großen Risikos bewusst, das mit den beiden Goalghettern verbunden ist, wenn er meint: „Einer von beiden hat mitunter schon einmal gefehlt. Doch wenn beide nicht spielen, wäre das bei uns nicht zu ersetzten.“ Weiter sieht Schröder bei den zahlreichen Reserveteams in der Klasse Probleme, die aktuelle Spielstärke des Gegners richtig einzuschätzen. Im Gegensatz zu anderen Teams, die mit Jugendspielern und Alten Herren auffüllen müssen, kann er auf einen großen, eigenen Kader zurückgreifen. „Teilweise hatte ich sogar 18 Akteure beim Spiel zur Verfügung“, berichtet der Übungsleiter, der im Frühjahr entscheiden will, ob er nach einer schweren Verletzung selbst auf das Spielfeld zurückkehren will. Ein gelungenes Comeback feierte dagegen der ehemalige Ramsenthaler Toni Ruckriegel, der zunächst ebenfalls über mehrere Wochen außer Gefecht war und sich danach ebenso wie die ehemaligen Jugendspieler Jan Maisel und Christian Stahl gut eingefügt hat. Trotzdem beziffert Schröder die Chancen auf die Meisterschaft genau bei 25%, womit er ausdrückt, dass er den anderen drei Rivalen duchaus zutraut, am Ende ganz vorne zu stehen. Vielleicht will er dabei auch nur vorbeugen. Bekanntlich sind gegen Kirchpingarten und Sportring ja nur deshalb wichtige Punkte verloren gegangen sind, weil man das Spiel auf die leichte Schulter genommen hatte.



Wie kann man den Sportring nur auf die leichte Schulter nehmen ,-)